Kids Olympiade 2012

Kunz an «Kids-Olympiade»

FRUTIGEN Die «Kids-Olympiade» der Frutiger Jungscharen in der Widiturnhalle ist ein fester Bestandteil im Jahresprogramm der «unitedkidsfru-tigland». Als Stargast erzählte am Samstag, 12. Mai, der Behindertensportler des Jahres 2010, Christoph Kunz, aus seinem Leben.

Mit verschiedenen Disziplinen und Attraktionen wurden die Kinder auf mancherlei Ebenen gefordert. In der Turn-halle Widi ging es am Samstag, 12. Mai nicht allein um sportliche Aktivitäten wie Fussball, Unihockey oder die Bewältigung eines Hindernisparcours. In einem Bibelquiz oder beim Zielwerfen waren auch der Kopf und die Konzentration gefragt. Anhand der hochroten, aber strahlenden Kindergesichter konnte festgestellt werden, dass sie voll motiviert zur Sache gingen und der Nachmittag allen einen riesen Spass bereitete. Für einmal wurde auch das Leiterteam zu sportlichen Höchstleistungen herausgefordert. Auch es musste einen Parcours absolvieren und die Kinder gewannen wichtige Punkte, wenn sie auf den schnellsten Leiter gewettet hatten.

Christoph Kunz als Stargast
Nach dem Sport durften sich die Aktiven mit Getränken und einem Imbiss stärken, bevor dann Christoph Kunz aus seinem Leben als Behindertensportler erzählte. Befragt von Simon Schnidrig gab er bereitwillig Auskunft, wie ein tragischer Motorrad Unfall im Juni 2000 sein Leben drastisch veränderte. Er setzte vor diesem Schicksalsschlag auf die Leichtathletik und vor allem auf Langstreckenläufe. Er begann damit mit rund zehn Jahren, also just in jenem Alter, in dem sich viele der interessierten Zuhörer zurzeit befinden. Nach dem Unfall musste er sich zu-erst einmal neu orientieren. Als Mensch mit einem unbändigen Bewegungsdrang traf es ihn besonders hart, von nun an das Leben im Rollstuhl verbringen zu müssen. Seine Mentalität als zielstrebiger Sportler, sein intaktes Umfeld in der Familie und seine treuen Freunde, welche auch in dieser schwierigen Zeit zu ihm hielten, halfen ihm stark dabei, sich mit der neuen Situation abzufinden. «Mein Glaube an Gott und Jesus Christus war und ist mein grösster Rückhalt, der mir Kraft und Mut in mancher Situation verleiht», betonte Kunz. Er machte den Kindern Mut, sich im Leben ein Ziel zu setzen und mit aller Kraft zu versuchen, dieses zu erreichen. «Es ist wichtig, dass man nicht den Mut verliert, das Ziel zu verfolgen oder dieses nötigenfalls den Gegebenheiten anzupassen», gab er den Kindern mit auf den Weg. Im Anschluss an das Interview wurde er von den jungen Fans noch mit Autogrammwünschen bestürmt. Diesen kam er geduldig nach.
MARCEL MARMET

Seite aus dem Frutigländer vom 15.05.2012